gartenliebe e1601983910241

Gartenmöbel aus Holz: Schutz & Pflege

Bei der Auswahl von Gartenmöbeln muss man zuerst eine Grundsatzentscheidung treffen: Kunststoff, Metall oder Naturmaterialien. Während beispielsweise der beliebte Polyrattan oder auch Gartenmöbel aus Aluminium ausgesprochen pflegeleicht sind, begeistert Holz mit seiner natürlichen Haptik und Optik. Allerdings benötigen Holzmöbel auch mehr Pflege, je nachdem aus welchem Holz sie gemacht sind. Einige wenige kommen sogar ohne Pflege aus. Woran man erkennt, dass Ihre Gartenmöbel aus Holz eine Pflege nötig haben? Ganz einfach: Wenn schnell Flecken entstehen, die nicht mehr weggewischt werden können, zum Beispiel sobald man ein Wasserglas abstellt.

Ganz ohne Pflege: Teak und Bangkirai

Als sehr pflegeleicht gelten Bangkirai- und Teakholz. Sind Ihre Gartenmöbel daraus gemacht, dann halten sie fast jedem Wind und Wetter stand, das liegt an den im Innern gespeicherten Kautschukanteilen. Weder Bangkirai- noch Teakholz muss mit Pflegeöl behandelt werden – und wird übrigens meistens auch unbehandelt geliefert. Verzichten Sie auf eine Pflege, verliert das Holz zwar sein frisches Aussehen, dafür aber bildet sich nach einer Weile eine silbergraue Patina. Diese schadet dem Holz nicht und auch in puncto Aussehen können die Möbel an Charakter dazugewinnen – aber das ist natürlich Ansichtssache.

Die besten Hölzer für Gartenmöbel

Intensivere Pflege als Teak und Bangkirai benötigen da schon Hölzer wie Eiche, Fichte und Co. Aber auch das zahlt sich aus! Hier ein paar der wichtigsten Hölzer für Gartenmöbel:

Eukalyptus: Sehr beliebt für Gartenmöbel ist das Eukalyptusholz. Es verfügt über eine große Härte, neigt kaum zur Rissbildung und gilt als besonders witterungsbeständig.

Eiche: Ebenfalls witterungsbeständig ist das heimische Eichenholz, das in nahezu allen Wohnbereichen verwendet wird.

Lärche: Das Holz der Lärche ist sehr hart und bestens für den Außenbereich geeignet.

Sipo: Auch Sipoholz hält Wind und Wetter stand und ist äußerst beständig gegen Insekten und Pilze.

Robinie: Die Robinie ist schwer und hart – und: Sie bedarf nicht zwingend einer Imprägnierung!

Kiefer: Dieses Holz wiederum muss für den Außenbereich unbedingt behandelt werden. Achten Sie auf den passenden Schutz bei Gartenmöbeln aus Kiefer!

Die richtige Pflege für Holzgartenmöbel

Ob Sie Ihre Gartenmöbel aus Holz mit Öl oder einem anderen Pflegemittel optimal pflegen, hängt natürlich von der jeweiligen Holzart ab und, ob es sich um lackierte, geölte, unbehandelte oder offenporig lasierte Weich- oder Hartholzmöbel handelt. Lesen Sie dazu die Tipps in den Unterlagen Ihrer Holzgartenmöbel nach, die Sie beim Kauf erhalten haben oder informieren Sie sich dazu in einem Holzfachmarkt. Fakt ist: Je besser und typgerechter Holzmöbel gepflegt werden, desto länger werden Sie sich auch an ihnen erfreuen. Stehen Möbel aus Holz im Freien, gibt es verschiedene Faktoren, die negativen Einfluss auf das Material nehmen können. Nässe kann in das Holz eindringen und einerseits das Material „bewegen“ sowie andererseits Fäule hervorrufen. Zudem können Schimmel und Insekten das Holz angreifen.

Generelle Tipps: Wenn der Frühling mit warmen Temperaturen lockt, sollte man die Gartenmöbel vor dem ersten Gebrauch gründlich reinigen. Dazu gibt es eigene Holzreiniger – Sie können aber auch Schmierseife und warmes Wasser verwenden. Sind die Oberflächen in Ordnung, können Sie eine Wurzelbürste zur Hand nehmen. Sind die Flächen allerdings rau und faserig, zahlt es sich aus, die Holzmöbel sanft abzuschleifen. Verzichten Sie auf Hochdruckreiniger: Das Wasser dringt oft zu tief in sprödes Holz ein, beschädigt die Oberflächen oder lässt Lacke abplatzen. Nachdem Sie die Möbel gereinigt haben, lassen Sie diese gut trocknen und fahren Sie mit der passenden Pflege fort. Übrigens: Auch ungepflegtes Teak und Bangkirai kann gereinigt und mit Öl nochmals aufgebessert werden.

Tipps zur Auswahl

Denken Sie bei der Auswahl Ihrer Holzgartenmöbel nicht nur an das Design, das mit Ihrem Balkon, Ihrer Terrasse oder Ihrem Garten harmonieren sollte. Achten Sie auch darauf, wo Ihre Holzmöbel Einsatz finden: Werden sie an einem geschützten Platz aufgestellt oder sind sie stark der Witterung ausgesetzt, ist es wichtig, dass die Gartenmöbel leicht zu tragen sind? Hinzu kommt, welche Art von Pflege Ihnen am leichtesten von der Hand geht. Lassen Sie sich in einem Fachbetrieb dazu ausführlich beraten und entscheiden Sie erst dann!