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Hypertufa-Töpfe

Diese stylischen Töpfe haben es in sich: Zum einen kann sie jedermann recht einfach selber machen, und zum anderen fördern sie durch ihre poröse Struktur das Pflanzenwachstum. Die Rede ist hier von Hypertufa. Unter Hobbygärtnern und leidenschaftlichen Bastlern erfreuen sie sich seit Jahren großer Beliebtheit; nicht zuletzt auch deshalb, weil sie sich sehr leicht in allen möglichen Formen und Größen herstellen lassen. Bei uns sehen Sie, wie es geht.

Materialkunde: Hypertufa

Hypertufa ist eine von Menschen geschaffene Gesteinsart, welche sich standardmäßig zu gleichen Teilen aus Portland-Zement, Torf, und optional einem porösen Medium wie Perlit zusammensetzt. Die ‘Rezeptur’ kann je nach Präferenz variieren solange Zement und Torf enthalten sind. Um Eigenschaften wie das Aussehen, die Widerstandsfähigkeit oder die Langlebigkeit zu verändern, kann man der Mischung auch Sand, Kieselsteine oder Pflanzsubstrat beigeben. Hypertufa-Töpfe sind in der Regel vergleichsweise leicht und überdauern die unterschiedlichsten Witterungsbedingungen und Temperaturen bis zu -30 °C. 

Materialien: 

  • Portland-Zement (aus dem Baumarkt)
  • Torf (zB aus Torf-Quelltabletten, ebenfalls aus dem Baumarkt)
  • Perlit, Sand, oder zerkleinertes Pflanzsubstrat
  • Diverse Behälter nach Wahl – diese dienen als Formen
  • Trennfett oder Ersatzweise Öl

Utensilien: 

Wasser, Eimer, Handschuhe, Stock zum Umrühren

Schritt 1: Die Hypertufa-Mischung anrühren

Wir rühren Zement, Torf, und Perlit zu drei gleichen Teilen an, während wir nach und nach Wasser hinzugeben, bis eine matschige Konsistenz zustande kommt.  

Schritt 2: Die Formen vorbereiten & füllen

Bevor wir damit beginnen, unsere Formen zu befüllen, müssen sie unbedingt eingeölt werden – ansonsten lassen sich unsere Töpfe später nicht mehr herauslösen. Wir nehmen also Trennfett oder Öl, und tragen es großzügig sowohl auf die Außen- als auch auf die Innenformen auf. Anschließend füllen wir den Boden ca. 2-3 cm hoch mit unserer Hypertufa-Mischung, dann geben wir die Innenform in die Mitte darauf. Den Raum zwischen Innen- und Aussenform füllen wir anschließend mit unserem Gemisch auf, Beschweren die Innenform mit Steinchen, Sand, oder ähnlichem. Schlussendlich glätten wir die Oberfläche des Zements, und lassen unsere Töpfe zuerst einmal 24-36 Stunden härten. 

Schritt 3: Töpfe nachtrocknen & reifen

Nach gut 24 Stunden übersiedeln wir unsere Töpfe samt Form in je einen Plastiksack, welchen wir lose verschließen. Es sollte Feuchtigkeit entweichen können, aber keinesfalls zu viel. Das hat den Sinn, dass eine langsame Trocknung für den Zement schonender ist und die Bildung von Rissen ausschließt. Man lässt die Töpfe 1-2 Wochen auf diese Weise ‘reifen’, danach kann man sie waschen und damit sind sie auch schon fertig und bereit für die Bepflanzung. 

Tipp: Als Bepflanzung für Hypertufa-Töpfe eignen sich besonders gut Sukkulenten. Diese sind nicht nur Pflegeleicht, sondern passen auch optisch sehr gut zum minimalistischen Hypertufa-Look. 

Wir wünschen Ihnen auf’s Neue viel Spaß beim Basteln und viel Freude mit Ihren selbstgemachten Hypertufa-Töpfen!