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Balkon- und Gartenpflanzen: Gartenarbeiten im April

Wer einen Garten hat oder alternativ eine stolze Topfkolonie am Balkon sein Eigen nennen darf, der weiß, dass es fast das ganze Jahr über etwas zu tun gibt. Balkon- wie Gartenpflanzen wollen die richtige Pflege zur richtigen Zeit. Folgende Gartenarbeit kann im April erledigt werden:

Platz machen!

Zuerst einmal heißt es: Platz machen! Unkraut muss gejätet werden, zudem sollten Sie auch trockene Pflanzenreste bei Zwiebelblumen entfernen. Auch der Rasen darf bereits alle ein bis zwei Wochen gemäht werden. Aber Achtung: Er soll nie kürzer als 4 cm sein! Auch Büsche und Pflanzen vertragen jetzt einen kräftigen Rückschnitt wie zum Beispiel Buchsbaum und Rosen, aber auch Salbei und Lavendel. Noch ein guter Tipp: Alles was im April blüht, darf nach der Blüte auch noch einmal zurückgeschnitten werden!

Beete erneuern

Wenn sämtliches Unkraut entfernt ist, sollten Sie zuerst noch den Boden mit einer Hacke auflockern. Zudem können Sie den Boden mit feinem, hochwertigem Kompost anreichern. Was das Düngen anbelangt, seien Sie lieber vorsichtig. Anweisungen hinsichtlich der Pflanzen genau beachten. Überdüngung kann schädlich sein!

Jetzt schon mal vorziehen!

Spätestens im April kann man auch diverse Kräuter und Pflanzen „vorziehen“. Das heißt, die Samen werden noch nicht draußen direkt in die Erde gesteckt, sondern erst einmal in Töpfen zum Wachsen gebracht. In Sachen Gemüse eignet sich hier wunderbar Fenchel, Chinakohl und Blumenkohl, aber auch Zucchinis und Gurken. Generell haben es die Samen und späteren Pflänzchen gerne warm, sonnig und geschützt – zum Bespiel an der Fensterbank. Durch das Vorziehen leistet man eine nicht unbeachtliche Vorarbeit. Immerhin kann man so manches Gemüse dann bereits drei bis vier Wochen früher ernten! Auch Kräuter lassen sich schon mal vorziehen, wie unter anderem Basilikum, Majoran oder Thymian.

Sähen und pflanzen im April

Im April kann bereits so einiges angesät und angepflanzt werden. Kräuter, Gemüse und Blumen – alles darf jetzt an die frische Luft! Folgende Küchenkräuter können jetzt angesät werden: Kerbel, Dill, Bohnenkraut und Gartenkresse, Petersilie und Schnittlauch. Mitte bzw. Ende April, wenn das Wetter schon stabiler ist, dürfen in Sachen Gemüse Paprika und Radieschen, Wurzelpetersilie, Mangold, Spinat, Brokkoli und diverse Kohlarten, Mohrrüben und Porree, aber auch Erbsen, Auberginen und Co angesät werden. Sollte es noch sehr kühl sein, können Sie die zarten Pflänzchen mit einen Vlies schützen. Je wärmer es wird, desto wichtiger ist natürlich das Gießen – vor allem kleine Pflänzchen vertrocknen schnell! Sonnenblumen-Samen können übrigens auch schon gesät werden.

Sträucher und Stauden

Wer plötzliche Lust verspürt ein paar Beerensträucher oder Erdbeerstauden zu pflanzen, kann das noch schnell im April erledigen. Zwar ist die beste Zeit dazu der Herbst, aber so früh im Jahr klappt es auch noch gut. Auch Hyazinthen oder Rhododendron kann noch eingesetzt werden. Hier fördern Hornspäne und natürlich auch Kompost ein gutes Wachstum. Praktischer Tipp: Bevor Sie Stauden oder Büsche einpflanzen, stellen Sie sie zuvor noch für 15 Minuten ins Wasser, das gibt den Pflanzen eine guten Start im Beet!

Wildwuchs: Wildkräuter im April

Sollte Ihr Garten sich nicht durch einen penibel gepflegten Englischen Rasen auszeichnen, sondern eher einer von der „alten“ Sorte sein, dann stehen die Chancen gut, dass Sie darin eine Fülle an Wildkräutern entdecken können. Wer keinen Garten hat und trotzdem Wildkräuter liebt, der muss raus in die freie Wildbahn. Aber keine Sorge, das muss nicht allzu weit weg sein – das Gute liegt oft so nah!

Generell gesagt

Voraussetzung, wenn man Wildkräuter nicht einfach nur ansehen, sondern auch genießen möchte, ist natürlich, dass man die Kräuter in Natura kennt. Wenn Unsicherheit besteht, ist es besser nicht zuzugreifen. Schließlich gibt es viele optisch ähnliche Kräuter – und manche davon sind ungenießbar bis giftig. Dennoch werden selbst Kräuterunkundige, die eine oder andere Pflanze vielleicht sogar noch aus Kindheitstagen kennen. Beachten Sie auch den Standort der Pflanzen, damit sie so wenig wie möglich durch Verkehr oder sonstige Verschmutzungen belastet sind. Zudem müssen die Pflanzen natürlich auch frei von Krankheiten und Schädlingen sein.

Stoff statt Plastik

Nehmen Sie zum Sammeln der Wildkräuter einen Korb oder einen Stoffbeutel. Plastik tut den Pflanzen nicht gut und bringt sie zum Schwitzen, was sich wiederum nachteilig auf ihre Qualität auswirkt.

Von Wurzeln, Blättern, Blüten und Früchten

Wann man am besten Wildkräuter sammelt, hängt hier nicht nur vom Monat ab, sondern es kommt auch darauf an, welchen Teil der Pflanze man sammeln möchte. Wurzeln beispielsweise sammelt man idealerweise im Frühling (vor dem Austreiben) oder im Herbst (nach der Blüte). Die meisten Früchte sammelt man natürlich, wenn sie reif sind. Blätter sind am gehaltvollsten während der Blüte und Blüten selbst am Beginn der Blütezeit.

Diese Wildkräuter können Sie im April sammeln!

Wie bereits angemerkt: Sammeln Sie nur jene Wildkräuter, die Sie auch wirklich kennen, nehmen Sie gegebenenfalls auch ein Kräuterbestimmungsbuch zur Hand. Je nach Wetterlage kann man bereits im April Unmengen an Kräutern entdecken. Hier seien nur mal ein paar der wichtigsten aufgezählt – wir wünschen viel Freude beim Kräutersammeln!

  • Alant
  • Angelika/Engelwurz
  • Bärlauch
  • Beinwell
  • Birke
  • Brennessel
  • Brombeere
  • Brunnenkresse
  • Eiche
  • Fichte
  • Frauenmantel
  • Gundermann
  • Hirtentäschel
  • Huflattich
  • Kiefernspitzen
  • Löwenzahn
  • Liebstöckel
  • Lungenkraut
  • Meisterwurz
  • Rosmarin
  • Schöllkraut
  • Schlüsselblume
  • Sonnenhut
  • Stiefmütterchen
  • Taubnessel
  • Veilchen
  • Wacholder
  • Wegwarte
  • Weide

Green Smoothie & Tee: Entschlackungskur im April

Der Frühling eignet sich ideal, um den Körper von alten Giftstoffen und Schlacken zu befreien. Besonders beliebt unter Kräuterfreunden sind natürlich Tees aus frischen Frühlingskräutern, wie z.B.:

Entschlackungstee

  • Birke
  • Brennnessel
  • Löwenzahn
  • kleines Stück frischer Ingwer

Kochen Sie 1 Liter Teewasser mit dem frischen Inger auf, stellen Sie es zur Seite und fügen Sie ein paar Blättern der frischen Frühlingskräuter hinzu. Lassen Sie alles ca. 3-5 Minuten ziehen und trinken Sie den Tee über den Tag verteilt.

Frühlingshafter Smoothie

Seit einigen Jahren geht der Trend auch sehr stark in Richtung Smoothies. Da die Konzentration der Kräuter hier deutlich höher ist als bei einem Tee, reicht es, morgens auf nüchternen Magen einen Smoothie zu genießen. Apropos genießen: Smoothies aus frischen Kräutern sind gewöhnungsbedürftig und meistens recht streng im Geschmack. Wer den Geschmack mildern möchte, kann auch etwas Obst hinzufügen.

Unser Tipp:

  • Brennnessel
  • Löwenzahn
  • Zitrone
  • Nach Geschmack und Bedarf: 1 Stück Ananas plus 1 Löffel Honig

Nach Gefühl pro Frühlingskraut ein paar Blätter in den Smoothie-Maker geben, mit einer Tasse Wasser aufgießen, Zitronensaft dazu, mixen – fertig ist der frühlingshafte Smoothie!

Bildnachweis: Halfpoint/Getty Images